Taiji School Berlin

Abdullah Dougan,
Probings Kapitel 2

Viele Leute leben in diesem künstlichen Umfeld und kommen nie an ihre Essenz, welches weiter und weiter verdrängt wird, bis es extrem passiv ist. Wenn ein Mensch in seinem Bewegungs-Instinktiven-Sex Zentrum ein Heranwachsender ist, ein Kleinkind in seinem emotionalen und intellektuellen Zentrum ist und sein Wesen durch ein künstliches Ego verdeckt ist, dann ist es offensichtlich, das er einseitig sein muss.

Ouspensky glaubte, dass die Essenz mit elf oder zwölf Jahren aufhört zu wachsen; Abdullah würde das Alter eher auf sieben Jahre setzen. Ouspensky teilte das Ego oder die Persönlichkeit auf in „richtige Persönlichkeit“ und „falsche Persönlichkeit“, aber Abdullah teilt diese Meinung nicht. Gurdjieff verweist nur auf Persönlichkeit.

 

Das magnetische Zentrum ist der Same der Seele, der Anfang einer spirituellen Individualität eines Menschen.
Ungefähr die Hälfte aller Menschen, die auf diesem Planeten geboren werden, haben ein magnetisches Zentrum und dieses sind diejenigen die schlafen. Diejenigen, die kein magnetisches Zentrum haben, sind tot.
Der Lord Buddha und die Autoren der christlichen Evangelien reden davon „lasst die Toten ihre Toten begraben“. Tote Menschen werden auf die Erde gebracht, um den Mond zu füttern, der ein Kind der Erde und der Sonne ist und der eine weitere Funktion besitzt, von der später die Rede sein wird. Für einen Menschen ist es möglich von den Toten aufzuerstehen, aber die meisten toten Menschen wollen nicht gestört werden.
Das christliche Gleichnis vom Sämann zeigt sehr gut, wie die Auswahl der Menschen funktioniert.

Zunächst scheint die Auswahl unfair zu sein, aber mit Hilfe von Reflektion und Beobachten der Menschen, wird seine Gerechtigkeit offenbar.
Bei ungefähr der Hälfte von denen, die ein magnetisches Zentrum besitzen, ist es sehr schwach. Diese Leute haften an der äußeren Form einer Religion und versuchen nicht hinter ihre jeweilige Lehre zu gucken. Gewöhnlich kristallisieren sie, werden sehr engstirnig und bigott, schließlich sterben sie oft in dem Sinne, dass sie, welches magnetische Zentrum sie hatten, verlieren. Sie benutzen ihre Religion, um Kriege, Apartheid und ungerechte Gesetze zu rechtfertigen – die Spanische Inquisition ist ein gutes Beispiel dafür.

Das verbleibende Viertel der Bevölkerung, die ein stärkeres magnetisches Zentrum haben, sind „der gute Grund“ aus der Parabel vom Sämann und sie sind bewegt, ihre Religion etwas tiefer zu erkunden.

 

Jeder, der das Buch bis an diese Stelle gelesen hat, besitzt höchstwahrscheinlich ein magnetisches Zentrum; tote Menschen schauen sich gewöhnlich kein Buch über Religion an. Wie auch immer, einige Menschen, die kein magnetisches Zentrum besitzen, aber einen neugierigen Verstand haben, lesen alles und reden oft über religiöse Ideen – dies sind Grenzfälle, die, wenn sie mit jemandem arbeiten, der weiß, ein magnetisches Zentrum aufbauen können und aufgrund der benötigten Bemühungen unzweifelhaft eine Seele bekommen können, welches der zweite Grad der spirituellen Entwicklung ist.


Die Seele ist eine Belohnung für Menschen, die an sich selbst auf eine praktische Art arbeiten. Die Taoisten sagen, dass die Wege zu Gott zahlreich und gewunden sind; damit ein Mensch eine Seele aufbaut, benötigt er kein spezielles Wissen für diese Arbeit, aber er muss irgendein Gewissen haben und Konflikte erdulden. Menschen, die oft in die Kirche gehen und eine Seele haben, haben eine Art Schock  vom Leben bekommen, der sie zu Allah oder mit welchem Namen sie Ihn auch immer bezeichnen, treibt; ein weiterer Punkt  ist ein Gefühl der Schuld, welches zur Reue führt und hilft ein Gleichgewicht zwischen Essenz, Persönlichkeit und den Zentren zu finden.

Damit ein Mensch eine Seele bekommt, muss er gewöhnlich ein Kind in seinen Emotionen sein und muss einige seiner schlechten Aspekte seines Egos bekämpfen.
Eine Seele wird niemals gegeben, sondern sie muss mit viel Leiden verdient werden.  Reue und freiwilliges oder beabsichtigtes Leiden helfen der Seele zu wachsen und kann ebenso die Zentren balancieren. Ohne eine Seele kann ein Mensch nicht auf dem spirituellen Weg voranschreiten.

Wenn Gurdjieff  über die Essenz und das Wesen spricht, bezieht er sich oft auf die Seele und manchmal benutzt er das Wort Seele für den „höheren Körper“, was einige Konfusion bei seinen Lesern hervorruft. Gurdjieffs Art zu Schreiben basierte auf seiner Konditionierung und Vererbung und war für ihn die richtige. Abdullahs Methode unterscheidet sich davon, weil seine Aufgabe ist beim Klären zu helfen.
Der Mensch ist ein experimenteller Träger von Gewissen, welcher von der Sonne gemacht ist und deshalb sind verschiedene Charakteristiken in ihn eingepflanzt, die ihn von anderen Tieren unterscheidet. Eines dieser Merkmale ist das Gewissen. Der moderne Mensch hat sein Gewissen so tief begraben, dass er es niemals hört oder es bezweifelt, das es existiert.
Wenn man gegen die objektive Moral angeht, versinkt das Gewissen nur tiefer; wenn man mit der objektiven Moral übereinstimmt, wird das Gewissen näher an das Verständnis des Menschen gehoben. Gurdjieff lehrte, dass eine der Hauptaufgaben des Menschen ist, das Gewissen zu erhöhen, was er in „the Five Strivings of Objective Morality“ in „All and Everything“ erklärt, wie man das erreichen kann.

 

Der Mensch hat die Fähigkeit zu Vergessen, die ihm zugute kommt, um Schmerzen und Traumata zu überwinden, aber ihn ebenso weiter schlafen lässt. Gurdjieff nennt diese Begabung das Organ „Kundabuffer“.
Bei der Unterstützung Puffer gegen den Wandel zu errichten und feste Attitüden gegenüber äußeren Anreizen zu erhalten, hilft es das Gewissen zu vertiefen.
Die Funktionsweise von „Kundabuffer“ kann man klar erkennen, wenn man an seiner Essenz arbeitet – man mag Ärger verleugnen und ihn in einem Teil los werden, nur um zu erkennen, dass er, wenn man es am wenigsten erwartet, in einer subtileren Art und Weise an dem selben Ort oder einem anderen wieder auftaucht.


Selbst wenn ein Mensch seine drei Zentren ausbalanciert hat und einen Kesdjan Körper entwickelt hat, welches der dritte Grad der spirituellen Entwicklung ist, können die Folgen des Organ „Kundabuffer“ stören,  und werden nicht verschwinden, bis man seinen mentalen Körper entwickelt hat und ein Mensch Nr. 5 geworden ist.
Das Wort „Kundabuffer“ ist von dem Hinduwort „Kundalini“, die Schlangenkraft die an der Basis des Rückgrat zusammengerollt ist, abgeleitet. Yogis üben eine Art der Konzentration, bei der das „Kundalini“ durch die Chakren bis zum Kopf gehoben werden kann und auf diese Art und Weise reinigt.
Wenn ein Mensch an sich selber arbeitet werden seine niedrigen Teile angehoben und eventuell werden die Folgen des Organ „Kundabuffer“ zerstört. Wenn Gurdjieff sagt, dass die überschüssige sexuelle Energie dafür benutzt werden soll, um an sich zu arbeiten, meint er damit das Steigen des „Kundalini“.

Die medizinische Wissenschaft weiß sehr wenig über die Hypophyse-Pituitary, eine Drüse von der Größe einer Erbse, die in einem kleinen Sockel in der Basis des Schädels liegt, aber auf der esoterischen Ebene ist sehr viel darüber bekannt. Die Yogis nennen sie den „Tausendblättrigen Lotus“ und gewöhnlich wird sie auf der Oberseite des Kopfes gezeigt, wo in Wirklichkeit die Zirbeldrüse-Pinealgland liegt.
Die Hypophyse ist der Sitz des Gewissens, der „Guide zum Gewissen und der zwei oberen Zentren eines Menschen, deshalb kann ein Mensch, dessen Hypophyse entfernt wurde, niemals Spiritualität entwickeln, allerdings wird sein Körper das Leben eines Fast-Zombies leben. Die Hypophyse arbeitet als zentrale Reinigungsstation für alle Informationen, die vom Verstand eines Menschen kommen und fungiert als der Empfänger, um Kontakt zu anderen Dimensionen aufzunehmen.

Da es offensichtlich ist, dass nur sie die Quelle von Stimmen sein kann, die ein Mensch hört, ist es sehr schwierig zwischen den Nachrichten des Körpers, der Zentren, der Vorstellung, der Geister, des Gewissens, der „Guide und der höheren Wesen zu unterscheiden.

Die beiden höheren Zentren eines Menschen können nur angesprochen werden, wenn man ein Mann Nr. 5 geworden ist. Sie werden das höhere intellektuelle Zentrum und das höhere emotionale Zentrum genannt – was nicht angemessen ist, da sie weder mit dem Intellekt noch mit den Emotionen verbunden sind. Menschen, die der Meinung sind, dass sie Verbindung mit diesen Zentren haben, haben gewöhnlich Kontakt mit dem positiven Teil des Intellekt oder der Emotionen, aber haben unter  sehr bestimmten Umständen ihren „Guide oder ein höheres Wesen gehört.

Gelegentlich, wenn man bestimmte Übungen macht, kann ein Mensch einen Aspekt unseres Vaters der Sonne, die  einen Zustand der Ekstase erzeugt, kontaktieren, das wird manchmal als Verbindung zu den höheren Zentren missverstanden.

Abdullah Dougan (Probings)